Vodafone Hellas in Erklärungsnot
Das Mobilfunkunternehmen Vodafone sorgt derzeit täglich für (nicht immer positive) Schlagzeilen: nach Rückschlägen im operativen Feschäft aufgrund Konkurrenzdruck und purzelnder Preise, musste Voda die geinnprognosen für 2006 erheblich zurückschrauben, eine tatsache die natürlich den aktienkurs beträchtlich drückt und das Unternehmen zum idealen Übernahmekandidat werden lässt.
Die Übernahmegerüchte liessen nicht lange auf sich warten, Verizon und die spanische Telefonica sollen bereits Übernahmepläne schmieden.
Nun gerät auch Vodafone Hellas zunehmend in die öffentliche Kritik und ins Visier der griechischen Staatsanwaltschaft: nachdem im Februar bekannt wurde, dass Vodafone-Handys von über 100 Politiker und Presseleute seit 2004 abgehört wurden, verlangte das griechische Parlament die Aufklärung der Vorgänge, zudem ein ehemaliger Vodafone-Engineer auf mysteriöser Art und Weise starb.
Jetzt hat sich auch eine deutsche Redaktion in der Vodafone Wiretap-Affair der Sache angenommen und Erstaunliches ans Tageslicht gefördert: offensichtlich versucht der britische Mobilfunkriese Fakten zu verschleiern und Beweismittel zum Tod von Kostas Tsalikidis vor den Ermittlern zu vertuschen. Mit wenig Erfolg bisher, der Anwalt des Opfers, Themistoklis Sofos recherchiert sehr aktiv und kann einige Erfolge vorweisen.
Vodafone Hellas belügt hier offenbar nicht nur die Familie des Opfers, das Unternehmen hintergeht offenbar auch die griechische Öffentlichkeit und Justizbehörden. Glaubt man den Aussagen der Beteiligten, so kommt eine Menge Ärger auf den wankelnden Mobilfunkriesen zu.
Posted at 07:58 am by zapata